Warum digitale Fachkräfte für Cybersecurity?
Die Meldepflicht für Cyberangriffe, die Vorgaben der FINMA sowie NIS-2 und DORA im EU-Geschäft machen Cybersecurity zur Pflicht der Geschäftsleitung: mit Risikomanagement, Meldefristen ab 24 Stunden, lückenlosen Nachweisen und der Kontrolle der Lieferkette. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte, und Angreifer nutzen KI für täuschend echte Phishing-Mails und gefälschte Stimmen. Digitale Fachkräfte übernehmen die Routine, reagieren sofort auf Vorfälle und binden KI kontrolliert ein, damit sich Ihr Team auf die echten Risiken konzentrieren kann.
Meldepflicht ohne Fristdruck
Seit dem 1. April 2025 müssen Betreiber kritischer Infrastrukturen in der Schweiz Cyberangriffe innert 24 Stunden dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) melden, sonst droht eine Busse bis 100 000 Franken. Wer in die EU liefert, ist zudem oft von NIS-2 betroffen.
Die digitale Fachkraft erkennt meldepflichtige Vorfälle, startet die Fristen, sammelt die Angaben, entwirft die Meldungen und legt sie den Verantwortlichen zur Freigabe vor. Jede Meldung ist vollständig dokumentiert.
ISMS, Risiken und Audits
Richtlinien, Risikobewertungen und Kontrollen nach ISO/IEC 27001 oder dem IKT-Minimalstandard des Bundes leben von regelmässiger Pflege. Im Tagesgeschäft bleibt genau die oft liegen.
Die Fachkraft verteilt Richtlinien und holt Kenntnisnahmen ein, plant Reviews und IKS-Kontrollen, verfolgt Massnahmen mit Fristen und stellt Nachweise für das nächste Audit revisionssicher zusammen. So belegt die Geschäftsleitung, dass sie ihre Pflichten überwacht.
DORA im Finanzsektor
Die FINMA verlangt mit dem Rundschreiben 2023/1 ein Management operationeller Risiken und Resilienz, für EU-Geschäft gilt seit dem 17. Januar 2025 DORA: IKT-Risikomanagement, Meldung schwerwiegender IKT-Vorfälle, Resilienztests und Kontrolle der IKT-Dienstleister.
Die digitale Fachkraft klassifiziert Vorfälle nach den DORA-Kriterien, führt das Informationsregister der Dienstleister, plant Tests und Übungen und bereitet die Meldungen an die FINMA fristgerecht vor.
Lieferkette laufend im Blick
Mehr als die Hälfte aller Datenschutzverletzungen lässt sich auf Zulieferer und Partner zurückführen. Einmal im Jahr verschickte Fragebögen und Tabellen reichen dafür nicht, und wer EU-Kunden mit NIS-2-Pflichten beliefert, muss die Sicherheit der Lieferkette belegen.
Die Fachkraft bindet die Lieferantenbewertung in den Einkauf ein, verschickt Fragebögen, fasst automatisch nach, wertet kontinuierliche Risikoscans aus und alarmiert, sobald sich ein Lieferant verschlechtert. Die Führungsebene erhält messbare Ergebnisse statt Bauchgefühl.
Notfall und Krise
Betreiber kritischer Infrastrukturen in Energie, Wasser, Gesundheit oder Verkehr müssen ihre Resilienz nachweisen und Cyberangriffe dem BACS melden. Im Ernstfall zählt, dass jeder weiss, was zu tun ist.
Die digitale Fachkraft alarmiert nach Notfallplan, informiert Krisenstab, Mitarbeitende und Dienstleister über sichere Kanäle, protokolliert jede Entscheidung und organisiert regelmässige Notfallübungen samt Auswertung.
Awareness und Rechte
Phishing, Social Engineering und KI-gefälschte Anrufe von Vorgesetzten zielen auf Menschen, nicht auf Firewalls. Gleichzeitig wachsen Zugriffsrechte, wenn niemand sie regelmässig prüft.
Die Fachkraft weist Awareness-Trainings zu, erinnert und weist die Teilnahme nach, auch für die Geschäftsleitung. Bei Eintritt, Wechsel oder Austritt stösst sie die Rechteanpassung an und organisiert die Rezertifizierung von Berechtigungen.